SPD Hochfranken: Adelt kritisiert BR - Kein Empfang für Oberfranken in Oberfranken

Kommunalpolitik

Neue Antennen des BR sorgen für Störungen bei Unternehmen, Bundeswehr und Radioempfang

Hof – Wer in letzter Zeit beim Radiohören vermehrt Informationen und Nachrichten aus dem Berchtesgadener Land empfängt anstatt aus Oberfranken hat sich vielleicht ebenso gewundert, wie die Mitarbeiter der Hofer Wetterwarte, des Schlachthofs oder der Bundeswehr, die mit Störungen bei Messegeräten und Funkgeräten zu kämpfen haben.

Hof am BR-Mittelwellen-Sendemast neue Antennen für das Digitalradio (DAB) montiert und strahlt seitdem auf dem Digitalkanal 11D mit 10kW die öffentlich-rechtlichen Digitalprogramme ab. Als nun im Januar auf DAB+ umgestellt und der neue Sender BR Heimat eingeführt wurde, sind auch die Abstrahlkanäle neu verteilt worden. Die Folge: Im Stadtgebiet Hof empfängt man jetzt zwar von BR 1 Oberbayern bis BR Heimat eine Vielzahl an Sendern auf Kanal 11 D, nicht aber mehr BR 1 Franken und BR 2 Nord.

Für den überzeugten Oberfranken, SPD-Landtagsabgeordneten und BR-Hörer Klaus Adelt ein Unding. „Wenn ich in Hof keine Regionalausgabe von hier empfange, sondern dafür aus Oberbayern stellt das Digitalradio eine Verschlechterung dar und keine Verbesserung wie ständig propagiert“, moniert Klaus Adelt. Doch damit nicht genug: Durch die starke Abstrahlung mit 10 kW treten nun bei der Wetterwarte Hof, dem Schlachthof und der Oberfrankenkaserne Störungen auf, wie er von mehreren Seiten und durch Recherchen seines Büros in Erfahrung gebracht hat. „Das ausgerechnet bei der zentralen Untersuchungsstelle der Bundeswehr für technische Aufklärung Dank bayerischer Blasmusik im Rundfunk Störungen auftreten ist ein schlechter Witz“, kommentiert der SPD-Innenpolitiker Klaus Adelt aus Hof die Situation süffisant. Er fordert deshalb in einem Schreiben an den Bayerischen Rundfunk diesen auf, schnellstmöglich nach einer Lösung zu suchen und die Störungen zu beheben.

„Im Hofer Stadtrat wird ausgiebig über einen Mobilfunkmast in der Köditzer Straße diskutiert und dessen Bau schließlich abgelehnt, während an der Hohensaas der Bayerische Rundfunk macht, was er will und Probleme verursacht“, befindet Adelt abschließend.