SPD Hochfranken: Angesichts sinkender Fahrgastzahlen bei der Franken-Sachsen-Magistrale - Adelt fordert endlich Taten

Verkehr

Hof - Die jüngst auf der Jahrespressekonferenz der DB Regio Nordostbayern veröffentlichte Bilanz zur Franken-Sachsen-Magistrale stimmen den Hofer SPD-Abgeordneten Klaus Adelt nachdenklich. Es sei vorherzusehen gewesen, dass durch den Umsteige-Zwang die Strecke Dresden - Hof an Attraktivität verlieren und damit auch Fahrgäste einbüßen werde. Die sinkenden Fahrgastzahlen der Franken-Sachsen-Magistrale, befindet der Abgeordnete, seien ein Warnsignal: Sollten sich diese nämlich zu einem Trend manifestieren, dauere es nicht mehr lange und die Franken-Sachsen-Magistrale stehe ganz zur Disposition. „Wir brauchen deshalb endlich die Elektrifizierung. Seit Jahren reden wir uns in der Region über Parteigrenzen hinweg darüber den Mund fusselig und kaum etwas passiert“, schimpft Adelt. 

Dabei nimmt der SPD-Mann auch Verkehrsminister Dobrindt in die Pflicht, der seines Erachtens mehr Engagement und Interesse für einer der am stärksten befahrenen Schienenstrecken Deutschlands zeigen könnte. „Dobrindt und Bär müssen bei der Bahn endlich Druck machen. Die Argumente wurden tausendfach ausgetauscht. Die Notwendigkeit liegt auf der Hand. Jetzt muss endlich gehandelt werden, bevor es endgültig zu spät ist.“

Adelt bedauert darüber hinaus die Tatsache, dass sich die Deutsche Bahn erstmals nicht an einer Ausschreibung im Regionalverkehr beteiligt hat. Der langjährige Bürgermeister fragt sich, ob es wirklich Aufgabe eines kommunalen Zweckverbandes sei, eigene Züge zu kaufen und damit einem Staatsbetrieb auf Kosten der Belegschaft Konkurrenz zu machen? Denn besonders wurmt den Sozialdemokraten die Tatsache, dass soziale Standards bei der Ausschreibung keine Rolle spielen: „Wenn Lohndumping mit darüber entscheidet, wer den Regionalverkehr bestellt, dann läuft etwas schief.“