SPD Hochfranken: Sozialer Wohnungsbau: Nur 7,7 Prozent der bayernweit geförderten Sozialwohnungen liegen in Oberfranken

Landespolitik

Sozialer Wohnungsbau: Nur 7,7 Prozent der bayernweit geförderten Sozialwohnungen liegen in Oberfranken

Oberfranken - Lediglich 7,7 Prozent der im Freistaat Bayern geförderten Miet-wohnungen in Mehrfamilienhäusern liegen in Oberfranken. Das geht aus einer schriftlichen Anfrage der vier oberfränkischen SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Adelt, Inge Aures, Susann Biedefeld und Dr. Christoph Rabenstein hervor.
Während im Zeitraum von 2005 bis 2014 in ganz Bayern insgesamt 48.577 Sozialwohnungen mit einem Gesamtvolumen von 2,186 Milliarden Euro geför-dert wurden, lag die Zahl oberfrankenweit bei nur 3.750 Wohneinheiten.

„Natürlich wissen wir, dass der Bedarf an günstigem Wohnraum in den Bal-lungszentren größer ist, dennoch sind wir der Auffassung, dass Oberfranken beim sozialen Wohnungsbau nicht abgehängt werden darf“, sind sich die vier Landtagsabgeordneten der SPD einig. „Denn Wohnungsleerstand bedeutet nicht automatisch, dass genügend adäquater Wohnraum vorhanden ist.“
Insgesamt sind in den vergangenen zehn Jahren 311 neue Mietwohneinheiten mit staatlichen Mitteln in Oberfranken geschaffen worden. Das entspricht einem bayernweiten Anteil von nur 2,3 Prozent der geförderten Mietwohnungen.
„Der Freistaat Bayern muss endlich seine Förderinstrumente für den sozialen Wohnungsbau anpassen. Es kann nicht sein, dass städtische Wohnungsbaugesellschaften derzeit von der Förderung durch den Wohnungspakt Bayern ausgeschlossen sind“, so die Abgeordneten.
In den kommenden Jahren werde die Bewältigung der Flüchtlingskrise mit den notwendigen Integrationsmaßnahmen die Kommunen vor enorme Herausforderungen stellen. Gerade für den ländlichen Raum kann das aber auch eine Chance sein. „Hier darf der Freistaat Bayern seine Städte und Gemeinden – auch in Oberfranken – nicht im Stich lassen“, so die Abgeordneten Adelt, Aures, Biedefeld und Rabenstein abschließend.