SPD Hochfranken: Stromtrasse: Wenn durch Oberfranken, dann als Erdkabel!

Umwelt

Am vergangenen Montag trafen die bayerischen SPD-Bundestagsabgeordneten in Berlin Vertreter der Übertragungsnetzbetreiber Amprion und Tennet sowie den Präsidenten der Bundesnetzagentur, um über das Thema Stromtrassen zu diskutieren. Die hochfränkischen Bundestagsabgeordnete Petra Ermstberger nutzte dabei die Gelegenheit, das Thema Erdverkabelung in Oberfranken anzusprechen.

Die Übertragungsnetzbetreiber stellten klar, dass sie mit den Planungen wieder von vorne beginnen, da der Anfangs- und Endpunkt der Stromtrasse Süd-Ost nach Norden bzw. Süden verschoben wurden und somit der gesamte Planungskorridor nach Westen gerückt sei. „Ob Oberfranken damit weiterhin als Teil des Korridors in Frage kommt, konnte nicht beantwortet werden. Amprion fängt tatsächlich planerisch bei null an. Eine Trasse durch das Fichtelgebirge ist somit noch lange nicht vom Tisch“, so Ernstberger. „Es gilt nun, den Planungsprozess offen und transparent zu gestalten, so dass die Öffentlichkeit über jeden Schritt informiert ist. Alle Fakten müssen zeitnah auf den Tisch“.

Ernstberger weiter: „Sollte es tatsächlich unvermeidbar sein, eine neue Gleichstromtrasse durch Oberfranken zu verlegen, muss das in Form von Erdverkabelung geschehen. Das habe ich gegenüber den Vertretern von Amprion, Tennet und Bundesnetzagentur deutlich gemacht. Erdkabel müssen zur Regel werden, Masten zur Ausnahme, z. B. entlang bestehender Infrastruktur wie Autobahnen oder Bahnstrecken. Alles andere wäre aus Sicht des Naturschutzes und angesichts des Widerstandes in der Bevölkerung nicht vermittelbar.“ Im Juli werde im Bundestag ein entsprechendes Gesetz verabschiedet, das das Thema Erdverkabelung künftig regeln soll, so die Abgeordnete. „Hier müssen wir genau aufpassen, was dessen Inhalt sein wird, um das Beste für Oberfranken rauszuholen“, sagt Ernstberger abschließend.