SPD tritt für bessere Mobilitätspolitik für Senioren ein

Unterbezirk

Die Aufgaben und Herausforderungen im Rahmen einer guten Seniorenpolitik werden immer vielschichtiger. Zum einen steigt dank immer moderner Behandlungsmethoden die Lebenserwartung von Senioren, zum anderen geht auch der Trend hin zu einem „älter werden“ in den eigenen vier Wänden. Vor allem im ländlichen Raum werden aber Seniorinnen und Senioren im Bereich der Mobilität teilweise abgehängt. Die Sozialdemokraten fordern daher eine bessere Mobilitätspolitik für Seniorinnen und Senioren seitens der Bundes- und Landesregierung.

Für den Unterbezirksvorsitzenden Ulrich Scharfenberg steht fest, dass vor allem Barrierefreiheit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben als Grundprinzip zeitgerechter Seniorenpolitik dienen muss. Dafür ist es erforderlich, dass an weiteren Verbesserungen bei der barrierefreien Erreichbarkeit von öffentlichen Gebäuden, Bushaltestellen und Bahnsteigen gearbeitet wird. Vielfach unterschätzt wird die Lesbarkeit von Informationstafeln; hier muss aus Sicht der SPD deutlich nachgerüstet werden, um mit ausreichend großer Schrift den Informationsfluss zu gewährleisten.

Mobilitätseingeschränkte Seniorinnen und Senioren brauchen hingegen vor allem dezentrale Strukturen mit kurzen Wegen, um am öffentlichen Leben teilzuhaben. Hierfür sind eine gut sortierte Nahversorgung, rutschsichere Wegebeläge, abgesenkte Bordsteinkanten und längere Grünphasen an Ampeln unabdingbar. Die aktuelle Seniorenpolitik sieht aber eher noch mehr Zentralisierung vor, was an den eigentlichen Bedürfnissen älterer Menschen vorbeigeht, jedoch vielfach der angespannten Finanzlage von Städten und Gemeinden geschuldet ist.

Aus diesem Grund sehen die Sozialdemokraten Bund und Land in der Pflicht, sich bei der Umsetzung einer seniorenfreundlichen Politik mehr als bislang einzubringen. Vielfach schon vorhandene Unterstützungsleistungen wie Anrufsammeltaxis und Bürgerbusse könnten durch kleine Mobilitätszentralen vor Ort, wie Bäcker, Post etc., noch besser vermarktet und somit Zugangsbarrieren erfolgreich überbrückt werden. Schulungs- und Begleitangebote wie Mobilitätspaten, die ältere Menschen die den öffentlichen Verkehr bislang nicht genutzt haben, vom Fahrplan bis zum Ticketkauf unterstützend zur Seite stehen wären ein weiterer, möglicher, Baustein zur besseren Integration.

Auch für noch äußerst mobile Seniorinnen und Senioren sind aus Sicht der SPD noch Verbesserungen möglich. So könnten spezielle Fahrradtrainings für Seniorinnen und Senioren dazu beitragen, Berührungsängste abzubauen und die eigenen Fähigkeiten wieder zu trainieren und somit Unsicherheiten zu minimieren. Die Sozialdemokraten sind sich aber auch darüber im Klaren, dass es keine standardisierten Lösungen gibt. Daher ist es wichtig, die Belange von älteren Menschen genauso wie von anderen Gruppen frühzeitig bei Planungen zu berücksichtigen. Senioren könnten so als Experten für ihre Bedürfnisse nicht nur wichtige Informationen beitragen, sondern auch an der Lösung konkreter Probleme mitwirken ist sich Scharfenberg sicher.