Treffen mit Vertretern des Bayerischen Bauernverbandes und Rinderzuchtverbandes

Presse

Der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Adelt trifft sich im Rahmen seiner Kommunaldialoge mit Vertretern des Bayerischen Bauernverbandes und Rinderzuchtverbandes

Hof – Vergangene Woche kamen Vertreter des Bauernverbandes und Milcherzeugerrings auf Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Adelt und SPD-Landratskandidaten Alexander Eberl im Hotel Strauß zusammen, um gemeinsam über die Situation der Landwirte im Landkreis Hof und ihre Sorgen und Nöte zu diskutieren. „Ich sehe die Veränderungen in der Landwirtschaft und ich finde, man muss offen miteinander reden“, so Adelt gleich zu Beginn.

Der Abgeordnete spielte dabei vor allem auf das so genannte „Höfe sterben“ an und dass immer mehr landwirtschaftliche Flächen von industriellen Agrarbetrieben und Investoren aufgekauft würden. Die SPD, so Adelt, betrachte dies mit Sorge. Aus diesem Grund habe die Fraktion erst kürzlich eine Änderung des Grundstücksverkehrs-gesetzes gefordert, damit das bevorzugte Zugriffsrecht für Bauern, nicht wie bisher, erst ab einer Fläche von zwei Hektar greift, sondern bereits ab 0,25 Hektar. Dies würde die Anreize für heimische Bauern, frei werdende Flächen zu erwerben, steigern und die regionale Landwirtschaft stärken. Ein Vorhaben, das auch auf die Zustimmung der Vertreter des Bayerischen Bauernverbandes stieß.

Ein weiteres Thema der Diskussionsrunde war die Massentierhaltung. Kreisobmann Hermann Klug beklagte diesbezüglich, dass „Massentierhaltung mittlerweile als Kampfbegriff missbraucht wird und so alle Landwirte unter Generalverdacht gestellt werden“. Massentierhaltung habe seiner Meinung nach nicht ausschließlich etwas mit Größe, sondern auch mit Tierhaltung und Eigentumsverhältnissen zu tun, so Klug. Dem stimmte auch BBV-Kreisgeschäftsführer Thomas Lippert zu. Massentierhaltung bzw. das was darunter landläufig verstanden wird, fände in unserer Region so gut wie gar nicht statt, schon allein deswegen, weil man zu weit von den entsprechenden Märkten entfernt sei.

Adelt zeigte für die Position der Landwirte Verständnis, gleichwohl er klar machte, dass ein Betrieb mit 1500 Rindern für ihn beispielsweise kein landwirtschaftlicher Bauernhof im originären Sinne sei und er solche Einrichtungen skeptisch betrachte.

Besonders verärgert zeigten sich die Landwirte im Gespräch indes über den neuen Sachkundenachweis, der von Landwirten die Pflanzenschutzmittel verwenden bis spätestens Mai 2015 eingefordert wird. Den Betroffenen stört dabei neben dem damit verbundenen bürokratischen und finanziellen Aufwand, vor allem die Tatsache, dass das „Vertrauen in uns fehlt“, so Kreisbäuerin Karin Wolfrum.

Letzteres trifft zumindest nicht auf Adelt zu, der seinen heimischen Landwirten in diesem Zuge sein vollstes Vertrauen aussprach. Das gilt auch für Alexander Eberl, der dabei deutlich machte, dass er die Bemühungen im Landkreis um eine „Grünes Zentrum“ voll und ganz unterstützen werde: „Es macht Sinn, für die Landwirte eine zentrale Anlaufstelle zu errichten, möglichst natürlich in einem bestehenden Gebäude wie der Landwirtschaftsschule in Münchberg.“

Der Abgeordnete und die Vertreter des BBV vereinbarten abschließend diese konstruktive Gesprächsrunde zukünftig in regelmäßigen Abständen fortzuführen.